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Beim Schneidwerkzeugmechaniker-Handwerk handelt es sich um eines der ältesten Handwerke mit Jahrhunderte langer Tradition. Die Ursprünge liegen bei den Waffenschmieden, die mit der Herstellung von Hieb- und Stichwaffen (z. B. der Herstellung von Schwertern und Lanzen) befasst waren. Die weitere Entwicklung führte im Mittelalter zum Messermacher-Handwerk. Für dieses Handwerk gab es bereits 1623 klar umrissene Ausbildungs- und Prüfungsanforderungen. Mit fortschreitender Industrialisierung erwuchsen dem Handwerk neue Herausforderungen und Aufgabenfelder, hauptsächlich in der Schneid- und Schleiftechnik, so dass heute eine große Bandbreite hoch spezialisierter Qualifikationen mit dem Schneidwerkzeugmechaniker-Handwerk verbunden sind.

An der Jakob-Preh-Schule in Bad Neustadt a. d. Saale wurde bereits im Schuljahr 1980/81 für die Berufe Messerschmied und Federmacher ein Bundesfachsprengel eingerichtet. Das bedeutet, dass alle Auszubildenden dieser Berufe aus dem gesamten Bundesgebiet zum schulischen Teil ihrer Ausbildung nach Bad Neustadt reisten. Die Neuordnung der Berufe im Jahr 1988 führte dazu, dass die Messerschmiede seitdem als Schneidwerkzeugmechaniker bezeichnet werden. Der Beruf des Federmachers wurde aufgegeben.

In den ersten Jahren der Beschulung waren die Schülerzahlen sehr bescheiden, wie die Grafik verdeutlicht. Erst durch die schrittweise Steigerung des Bekanntheitsgrades in Form von Werbemaßnahmen (z. B. Messeauftritt bei der „GrindTec“) und der gleichzeitigen kontinuierlichen Verbesserung von Ausstattung und Unterrichtsqualität verzeichnete die Schule einen stetigen Anstieg der Schülerzahlen, der bis heute anhält.

Schuelerzahlen_2010

Die Jakob-Preh-Schule ist nach wie vor die einzige Bildungsstätte für den Beruf des Schneidwerkzeugmechanikers im ganzen deutschsprachigen Raum und mittlerweile kommen nicht nur Auszubildende aus Deutschland zu uns, sondern auch aus der Schweiz und Österreich.

Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Fachverband Deutscher Präzisionswerkzeugschleifer e. V. (FDPW) und der Fachakademie für Schneid- und Schleiftechnik und deren nachhaltige Unterstützung erfreut sich die Jakob-Preh-Schule heute eines hohen Bekanntheitsgrades und enormen Zuspruchs. Auch der Kontakt zu den Verbänden in der Schweiz und Österreich ist sehr erfolgreich angelaufen und wir hoffen, dass die Beschulung ausländischer Schüler in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden kann.

 
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29.02.2012 17:30 - 19:30
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